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Bildbeschreibung in Kunst – Aufbau, Tipps & Formulierungen

Bildbeschreibung in Kunst - Aufbau, Tipps & Formulierungen

Eine Bildbeschreibung wird klassisch in Einleitung, Hauptteil und Schluss eingeteilt und ist oftmals der erste Schritt, um eine Interpretation und Analyse eines Bildes vorzunehmen.

Aufbau

Eine Bildbeschreibung wird klassisch in Einleitung, Hauptteil und Schluss eingeteilt und ist oftmals der erste Schritt, um eine Interpretation und Analyse eines Bildes vorzunehmen.

Einleitung

Die Einleitung soll in das Thema hineinführen und dem Leser einen ersten Eindruck geben, was der folgende Text beinhaltet.
Bei einer Bildbeschreibung im Kunstunterricht sollte die Einleitung alle wichtigen Eckdaten des Kunstwerkes enthalten. Das bedeutet, dass der Künstler, der Titel des Bildes und das Datum der Entstehung genannt werden. Sind weitere Informationen wie das verwendete Material oder der derzeitige Zustand oder Standort des Bildes bekannt, können diese auch in der Einleitung einen Platz finden.

Wenn all diese Eckdaten des Werkes untergebracht wurden, ist es an der Zeit, das Thema oder einen ersten Eindruck des Bildes in wenigen Sätze zu beschreiben.

Hauptteil

Der Hauptteil stellt die eigentliche Bildbeschreibung dar. Zu Beginn kann die Gattung des Werkes genannt werden, um das Bild einzuordnen.
Anschließend ist es wichtig, das Bild gedanklich in verschiedene Bereiche zu teilen, um eine strukturierte Beschreibung zu ermöglichen. Je nach Werk kann das Bild beispielsweise in Vorder- und Hintergrund geteilt werden, um detailliert und möglichst genau zu beschreiben, was der Autor sieht. Auch sollte auf die jeweilige Bildkomposition geachtet werden. Dabei sollte der Autor beschreiben, welche Elemente dargestellt werden und in welchem Größenverhältnis sie zueinanderstehen. Wichtig ist, dass bei der Beschreibung schrittweise vorgegangen wird, damit sich der Leser ein Bild machen kann und eine genaue Vorstellung von dem jeweiligen Werk erhält.

Bei der Bildbeschreibung kann auch darauf eingegangen werden, welche Elemente im Fokus stehen, ob Menschen, Tiere oder Gegenstände zu sehen sind und in welchem Zustand sich die Figuren befinden. Das heißt, Hauptaugenmerk liegt dabei auf Gestik, Mimik oder Bewegungsabläufe der Figuren. Die Blickführung der Figuren ist ebenso wichtig wie die Interaktion der Figuren untereinander. Dabei dürfen die jeweiligen Farben nicht vergessen werden. Diese sollten nicht einfach nur benannt, sondern auch beschrieben werden. Dabei sollte der Autor darauf eingehen, welche Farbkompositionen verwendet, ob bestimmte Elemente heller oder dunkler dargestellt oder ob die Farben fleckig oder deckend aufgetragen wurden.

Bei der Beschreibung sollte nichts ausgelassen werden, denn ein noch so kleines Detail kann eine tiefgreifende Bedeutung besitzen. Selbst wenn der Hintergrund nichtssagend oder unscharf dargestellt wird, sollte dies mit einem kurzen Satz beschrieben werden, denn die Verschattung oder Unschärfe des Hintergrundes sind gestalterische Mittel. Ebenso relevant sind Schattierungen, der Einfall des Lichtes und die Frage, ob ein Element mehr beleuchtet wird als andere.

Die Bildbeschreibung kann auch die Malweise des Künstlers beinhalten. Einige Kunstwerke erhalten durch die verwendeten Materialien und die Malweise eine ganz eigene Struktur. Ob beabsichtigt oder nicht, kann der Farbauftrag eben nicht glatt, sondern so erfolgen, dass eine gewisse Haptik erzeugt wird. Auch die Pinselführung ist an dieser Stelle relevant. Teil der Bildbeschreibung ist es, auf all diese Punkte einzugehen, um später in der Bildanalyse Anhaltspunkte zu erhalten.

Schluss

Im Schlussteil erfolgt eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Merkmale. Je nach Aufgabenstellung kann ein kurzes Meinungsbild notwendig werden. Auf keinen Fall sollten im Schlussteil bisher nicht erwähnte weitere Merkmale des Bildes auftauchen, da der Schlussteil lediglich einen zusammenfassenden Abschluss und eventuell einen Übergang zur anschließenden Bildanalyse oder Bildinterpretation darstellt.

Formulierung

Die Bildbeschreibung wird im Präsens geschrieben und sollte neutrale Formulierungen enthalten. Fachbegriffe können dabei helfen, das Verständnis des Lesers zu erhöhen.

Um zu beschreiben, wo sich bestimmte Elemente im Werk zu sehen sind, können Begriffe wie Bildzentrum, Bildrand oder Bildkante verwendet werden. Auch die Einteilung des Bildes in Vorder- und Hintergrund ist üblich. Hierbei kann auch die Beschreibung der konkreten Perspektive wie Vogel- oder Froschperspektive zur Anwendung kommen. Selbst Farben lassen sich mit Begriffen wie hell, dunkel, deckend oder fleckig konkret beschreiben.

Allgemeine Tipps

Trotz der Unterteilung sollte der Text in sich logisch und ein roter Faden erkennbar sein. Dies dient dem Verständnis des Lesers. Bei der Beschreibung eines Bildes sollte ein Autor deshalb davon ausgehen, dass der Leser das Bild selbst nicht kennt und sich allein anhand der Beschreibung einen Eindruck verschaffen muss.
Soll die Bildbeschreibung als Aufgabe in einer Klausur erfolgen, ist es ratsam, die Aufgabenstellung aufmerksam zu lesen, um keine Punkte zu verschenken.

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