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Elektroherd anschließen im Altbau – was beachten?

Elektroherd anschließen im Altbau - was beachten

Im Grunde gilt, dass nicht nur das Anschließen eines Elektroherdes, sondern auch das Abklemmen ein Fachmann vornehmen sollte.

Im Grunde gilt, dass nicht nur das Anschließen eines Elektroherdes, sondern auch das Abklemmen ein Fachmann vornehmen sollte.

Welche Voraussetzungen für einen Elektroherdanschluss?

Ein Elektroherd mit Ceranfeld oder Stahlplatten wird so gut wie immer in Dreiphasen-Drehstrom angeschlossen. Es sollten mindestens fünf Kabel vorhanden sein. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt es ein Problem. Da das Kochfeld von modernen E-Herden eine hohe Anschlussleistung hat, wird unbedingt Drehstrom benötigt. Anders ist es beim Backofen. Dort reicht der normale Anschluss mit 16A abgesicherter Wechselstrom. Hierzu muss die Voraussetzung gegeben sein, dass sich beide Teile getrennt voneinander anschließen lassen.

Ist kein Drehstrom vorhanden, kann dieser oft günstig im Zählerkasten hergestellt werden.

Vorschriften für den Altbau

Im Alt- und Neubau unterscheiden sich die Vorschriften bezüglich der eigenen Beteiligung. Jedoch sollte nur selber Hand angelegt werden, wenn die nötigen Kenntnisse vorhanden sind.

Im Altbau gibt es keine größeren Vorschriften in Bezug auf Elektroanschlüsse. Beim Neubau gibt es gesetzliche Vorgaben. Das Haus wird nur an die elektrische Versorgung angeschlossen, wenn ein offizieller Elektromeister mit Installation beauftragt wurde oder wenn er diese persönlich überwacht hat.

Sollte der Elektroherd falsch angeschlossen werden und es entsteht ein Schaden, kann dies der Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten.

Wer ist für den Anschluss befugt?

Von der Sache her kann also ein geübter Handwerker im Altbau den Elektroherd selbst anschließen. Aber vielleicht ist es doch eine bessere Idee, dies einem Fachbetrieb zu überlassen. Allerdings, wer sich dies zutraut kann es auch unter Aufsicht tun. Dazu muss nicht unbedingt ein Elektriker vor Ort sein. Es genügt ebenfalls auch beispielsweise ein Küchenmonteure. Dieser muss allerdings über einen entsprechend absolvierten Kurs verfügen, der ihm erlaubt, Herde anschließen zu dürfen.
Wer seinen Herd von einem Profi anschließen lässt, kann davon ausgehen, dass die Arbeit korrekt ausgeführt wird und ist auch nicht persönlich haftbar.

Was beachtet werden muss beim anschließen

Einige Sicherheitsregeln sollten beachtet werden beim Anschließen. Zum einen muss die Spannung für die Installation abgeschaltet werden. Die entsprechende Sicherung oder Leitungsschutzschalter ist dazu im Sicherungskasten abzuschalten. Bevor der Herd angeschlossen wird, sollte die Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Spannungsprüfer geprüft werden. Ist keine Spannung mehr vorhanden, kann mit dem Anschluss des Elektroherdes begonnen werden.

Wer diese Tätigkeit noch nie gemacht hat, sollte es auch nicht tun und einen qualifizierten Elektriker damit beauftragen. Neben der Bedeutung der Farben von Kabeln ist auch ein Basiswissen der Elektroinstallation und Elektrotechnik nötig. Mangelt es an Fachwissen, kommt es schnell zu gefährlichen Fehlern, besonders in privaten Bereichen.

Sollte der Elektroherd vom Besitzer selbst angeschlossen werden, kann dieser Anschluss auch von einem Fachbetrieb abgenommen werden.

Anschluss des Elektroherdes

Um den Elektroherd anzuschließen, ist der Anschlussbereich des Herdes aufzuschrauben. Die Anschlussklammern sind in der Regel mit L1 (braun), L2 (schwarz), L3 (grau), N (blau) und PE (Schutzleiter gelb-grün) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen 3-Phasen-Kraftanschluss, Schutzleiter und Neutralleiter. Unter Umständen haben neue Geräte einen 230 Volt Anschluss. Diese haben dann eine Brücke zwischen den Phasen aus Kupfer. Auf diese Weise lassen sie sich an dreiadrigen Leitungen ebenfalls anschließen. Für den Anschluss wird also ein zweipoliger Spannungsprüfer benötigt, eine Abisolierzange, Schraubenzieher, Seitenschneider, scharfes Messer und eine Spitzzange. Eventuell kann es sein, dass die an die Kabel noch Aderendhülsen anzubringen sind. Dafür wird der Außenmantel der Anschlusskabel getrennt. Etwa eine Länge von 12 Zentimeter. Die Abschlussadern werden nun abisoliert und an den Hülsen befestigt. Zuletzt wird das Kabel befestigt.

Meist befindet sich am Herd ein entsprechender Plan für den Anschluss. Dieser ist auf der Rückseite des Gerätes oder auch in der Betriebsanleitung selbst. Die Farben an der Herdanschlussdose könnten gegebenenfalls anders aussehen. Das ist abhängig vom Baujahr des Hauses.

In der Zeit, in der am Anschluss des Elektroherdes gearbeitet wird, sollte sich niemand am Stromkasten aufhalten, um nicht versehentlich eine Sicherung wieder zu aktivieren.

Um ein Ceranfeld anzuschließen, wird ähnlich vorgegangen, zumindest bei der Farbcodierung der Kabel ist Aufmerksamkeit wichtig. Das Kochfeld kann meist dreiadrig oder fünfadrig angeschlossen werden.

Wenn nicht absolute Sicherheit bei den Elektrokenntnissen besteht – nicht selbst Hand anlegen, sondern einen Elektriker damit beauftragen. Das kann letztendlich Nerven und auch Geld sparen.

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