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Gelb und Blau mischen- welche Farbe ergibt das? – Farbenlehre

Gelb und Blau mischen- welche Farbe ergibt das

Generell beeinflussen die Faktoren Pigmente, Bindemittel und Farbstoffe die jeweilige Farbigkeit einer Malfarbe. Ebenso üben die Transparenz der enthaltenen Pigmentkörner sowie die konkrete Verteilung der jeweiligen Korngrößen Einfluss auf die entstehende Farbe im Zuge des Farbenmischens aus. Dies erklärt die potentiellen Unterschiede, die das Mischen von Malfarben in den Farbtönen Gelb und Blau hervorbringen kann.

Gelb & Blau ergeben verschiedene Grüntöne

Wer die Primärfarben Gelb und Blau mischt, erhält daher nicht grundsätzlich einen einheitlichen Grünton. Ebenso forciert eine Erhöhung des jeweiligen Blau- bzw. Gelbanteils an der Farbmischung eine Abweichung des daraus resultierenden Grüntons. Wer mit Hilfe von Malfarbe die Farbnuance Grasgrün herstellen möchte, greift im Idealfall zu einem vergleichsweise höheren Gelbanteil an der Mixtur der Primärfarben. Um den Farbton Tannengrün zu kreieren, empfiehlt sich eine Mixtur der Primärfarben Gelb und Blau, die mit einem relativ hohem Anteil an der Farbe Blau aufwartet.

Warum nimmt dein Auge Gegenstände in der Farbe Grün wahr?

Farbe ist eine Erscheinung, die unmittelbar im Moment des Sehens entsteht. Verantwortlich für die Farbwahrnehmung des Auges sind Netzhautrezeptoren, die mit Hilfe chemischer Reaktionen dynamische Impulse an das Farbzentrum weiterleiten, das Teil des menschlichen Hirns ist und die Farbwahrnehmung steuert. Das menschliche Auge verfügt über die Fertigkeit jeweils 200 unterschiedliche Farbtöne zu unterscheiden und voneinander abzugrenzen. Das Prinzip des Farbensehens basiert auf den Prinzipien der additiven sowie der subtraktiven Farbmischung.

Gegenstände erscheinen grün, da sie bestimmte Reflektionseigenschaften besitzen…

Licht gilt als “ Farbträger“ und beeinflusst unmittelbar die menschliche Farbwahrnehmung. Weißes Licht inklusive seiner unterschiedlichen Wellenlängen ist generell eine Symbiose aus farbigem Licht. Die Farbwahrnehmung eines Objekts hängt konkret davon ab, welchen Teil des im Licht enthaltenen Wellenspektrums es reflektiert und welchen es schluckt bzw. absorbiert. Körper, die Wellenlängen in der Größenordnung zwischen 560 bis 490 nm abstrahlen, nimmt das Auge als grün wahr. Objekte, die sämtliche Wellenlängen bis auf Grün schlucken und Grün abstrahlen, klassifizieren die Sehnervzellen als grün.

Grundvoraussetzung für Farbeindrücke des menschlichen Auges ist ein Zusammenspiel aus Licht, das elektromagnetische Strahlung transportiert, und Reflektion. Das Reflektionsvermögen eines Körpers bestimmt grundsätzlich seinen farbigen Eindruck.

Das vermeintlich mannigfaltige Farbspektrum, das die Natur für das menschliche Auge bereithält, ist daher auf andersartige Reflektionseigenschaften verschiedener Körper zurückzuführen, die das Wellenspektrum des Lichts anders reflektieren und schlucken. Sämtliche Farben, die die Sehnerven erfassen, sind daher tatsächlich das Produkt von farbigem Licht, das im Vorfeld einen Umweg über die Oberfläche eines Gegenstandes passiert hat.

Prozess des Farbenmischens folgt dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung

Gegenstände, die dein Auge als grün einstuft, erscheinen lediglich grün, da deren Oberflächen bestimmte Reflektionseigenschaften aufweisen. Der Mechanismus der subtraktiven Farbmischung, der das Farbsehen bestimmt, zeigt Ähnlichkeiten zum Prinzip des Farbmischens mit Hilfe von Malfarbe. Wer vor einer weißen Lichtquelle Gegenstände in den Farben Gelb und Blau platziert, erschafft Grün. Dieses Prinzip greift ebenso im Falle des Farbenmischens, sodass in diesem Kontext die subtraktive Farbmischung im Sinne von Johannes Itten Verwendung findet. Orientierung hierbei gibt der Farbkreis nach Itten, der die Farben Gelb, Rot und Blau als Primärfarben einstuft.

Warum entsteht beim Farbenmischen mit Malfarbe die Farbe Grün aus einer Kombination aus Gelb und Blau?

Die Kombination der Primärfarben Blau und Gelb im exakten 1 zu 1 Verhältnis nach Itten erschaffen die Sekundärfarbe Grün. Im Gegensatz zu Primärfarben entstehen Sekundärfarben wie etwa Grün aus einer Mischung von jeweils zwei Primärfarben. Demgegenüber lassen sich Primärfarben nicht aus der Mixtur anderer Farben herstellen. Anders als Sekundärfarben wie Grün sind Primärfarben die essentiellen Grundbausteine für sämtliche anderen Farben.

Farbwahrnehmung in Verbindung mit Computergrafik folgt dem Prinzip der additiven Farbmischung

Der Farbkanal Grün gilt als Komplementärfarbe zu Rot. Demnach liegen die jeweiligen Farben gemäß Ittens Farbkreis möglichst weit voneinander entfernt. Im Bereich von Computergrafik und Onlinedesign, die anders als Print oder Malerei mit Leuchtfarben arbeiten, greift das additive Farbmodell, das mit dem Prinzip der additiven Farbmischung im Rahmen des Farbsehens gleichzusetzen ist. Hierbei addieren sich mehrere bzw. mindestens zwei farbige Lichtquellen und erzeugen im Bereich der jeweiligen Schnittstelle eine Farbe, die die Reflektionsfähigkeit eines Körpers bestimmt.