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Pflastersteine reinigen & färben – Anleitung & Tipps

  • by Anatoli Bauer
Pflastersteine reinigen & färben - Anleitung & Tipps

So schön die Steine am Anfang nach dem Verlegen auch sind, mit der Zeit werden Sie grün, schwarz oder fleckig. Die Natur überzieht die einst so schönen Pflastersteine mit Gras, Moos, Flechten, Algen und ähnlichem. Aber, wie wird man diese wieder los und vor allem: kann man Pflastersteine auch wieder färben? Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die wichtigsten Fragen rund um Ihre Pflastersteine zu klären und zeigt Ihnen Tipps auf, wie sie Ihren Steinen wieder zu altem Glanz verhelfen können.

1. Der Hochdruckreiniger

Dieser verspricht schnelle Reinigung – und dieses Versprechen hält er meistens auch, aber: die Natur schlägt umso erbarmungsloser zurück und daher scheidet dieses Gerät aus. Hochdruckreiniger reinigen die Pflastersteine nur oberflächlich und sie verteilen zudem durch das Spritzwasser Flechten, Moos, Sporen, Algen und alles, was in und auf dem Steinen hängt über die komplette Fläche, so dass all die Störenfriede danach umso schneller nachwachsen und eine noch größere Fläche einnehmen.

2. Gras entfernen

Das Gras in den Fugen können Sie per Hand herauszupfen oder mit einem speziellen Fugenkratzer herauskratzen.
Aber auch das gesalzene Kochwasser von Kartoffeln kann verwendet werden um Grünwuchs zu beseitigen. Durch das heiße Wasser in Verbindung mit Salz und Stärke wird das Gras zwischen den Fugen vernichtet und kann einige Tage danach relativ mühelos per Hand entfernt werden.
Sofern Sie Sand zwischen den Fugen haben, wird dieses immer wieder nachwachsen. Um zukünftig die Fugen aufzufüllen, empfiehlt sich daher der Gebrauch von Split. Dieser lässt das Wasser versickern und bildet keine Grundlage, auf der Grünzeug aller Art wachsen könnte.

3. Heißes Wasser

Kochend heißes Wasser dient als umweltfreundliches Reinigungsmittel und vernichtet ohne den Einsatz von schädlichen Substanzen Fleckenbilder wie Flechten oder ähnliches. Einfach die betroffenen Stellen mit heißem Wasser übergießen und mit einer Bürste oder ähnlichem abreiben. Geschieht dies zeitnah und sind nur wenige Flecken vorhanden, geht dies relativ zügig, bei einer größeren Fläche mit „gestreuten“ Sporen ist dieses entsprechend zeitaufwändiger.

4. Essig

Moos, welches sich auf Pflastersteinen abgelagert hat, kann mit Essig beseitigt werden. Hierbei ist jedoch auf einen punktgenauen Einsatz zu achten, weil sonst auch benachbarte Pflanzen (z.B. Blumen) in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Mit Hilfe eines Tuches oder einer Sprühflasche kann der Essig aufgebracht werden. Dieser sollte dann, je nach Größe der Fläche, bis zu mehreren Tagen wirken und das verendete Moos kann abgekratzt oder abgebürstet werden.

5. Waschsoda

Waschsoda hat sich schon über die Jahre hinweg in vielen Haushalten etabliert, gerade wenn es um verstopfte Abflüsse und hartnäckige Flecken geht. Aber auch Pflastersteine aus Beton können damit gereinigt werden. Dabei ist jedoch ein gezielter Einsatz und der Gebrauch von Schutzbrille und Handschuhen wichtig, da Waschsoda ätzend wirkt. Wenn Tiere im Garten heraumlaufen, sollten diese von der Pflasterfläche ferngehalten werden um Schaden zu vermeiden. Waschsoda kann einfach in warmen Wasser aufgelöst und auf die betreffenden Stellen aufgesprüht werden. Danach mit einer Bürste einreiben und die Fläche mit klarem Wasser abspülen.

6. Steinöl

Sandsteine, Marmor und ähnliches müssen mit speziellen Mitteln gereinigt werden, hierbei kommt z.B. Steinöl zum Einsatz. Ein Gemisch aus lauwarmen Wasser und Steinöl wird dabei auf die zu behandelnden Pflastersteine aufgebracht und für etwa 30 Minuten zum Einwirken belassen. Danach können die Steine abgebürstet und mit klarem Wasser abgespült werden.

7. Färben und Versiegeln

Sind Ihre Pflastersteine gereinigt, bemerken Sie vielleicht aufgrund der vorherigen Verschmutzungen, aber aufgrund der Abwitterung einen Farbverlust oder auch eine Farbungleichheit zwischen den Steinen. Dieser können Sie mit einer Versiegelung entgegenwirken, die Sie nach dem Reinigen aufbringen sollten. So schützen Sie nicht nur die, durch die Reinigung aufgerauten Steine, sondern verzögern auch eine Neuverschmutzung erheblich. Zudem wird eine Farbgleichheit weitestgehend wieder hergestellt.

Sie können Ihre Pflastersteine auch von speziellen Firmen reinigen lassen, gegen entsprechendes Entgelt. Wichtig ist vor allem: je häufiger Sie Ihr Pflaster reinigen, desto weniger haben Verschmutzungen und natürliche Gewächse eine Chance und es geht deutlich schneller. Dabei sollten Sie sich eingehend beraten lassen und vor allem wissen, aus welchem Material Ihre Pflaster sind, um keine unschönen Überraschungen oder sogar Schädigungen zu verursachen. Dann können Sie sich lange an Ihren sauberen und wie neu aussehenden Pflasterflächen erfreuen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 10. Januar 2022 von Anatoli Bauer

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