Skip to content
Home » Kunst » Traurige Bilder malen – Anleitung & Tipps

Traurige Bilder malen – Anleitung & Tipps

Traurige Bilder malen - Anleitung & Tipps

Wenn man Bilder malen möchte, die eine gewisse Stimmung ausdrücken, dann gibt es Mittel und Wege, das zu tun. Man muss sich an gewisse Regeln halten, auch wenn man sagt, dass Kunst immer frei sei. Aber auch Kunst muss Regeln folgen, damit man überhaupt eine Kunst erkennen kann und damit der Ausdruck, den man damit tätigen will, nicht verloren geht und der Betrachter es nicht falsch versteht.

Wenn man Bilder malen möchte, die eine gewisse Stimmung ausdrücken, dann gibt es Mittel und Wege, das zu tun. Man muss sich an gewisse Regeln halten, auch wenn man sagt, dass Kunst immer frei sei. Aber auch Kunst muss Regeln folgen, damit man überhaupt eine Kunst erkennen kann und damit der Ausdruck, den man damit tätigen will, nicht verloren geht und der Betrachter es nicht falsch versteht.

Die richtigen Farben wählen

Alles steht und fällt mit den Farben. Farben haben für uns als optische Wesen eine große Bedeutung. Nicht umsonst sind Warnschilder gerne gelb oder rot, denn sie sollen unsere Aufmerksamkeit und unseren inneren Alarm auslösen. Andere Farben wirken hingegen beruhigend, erfrischend, erfreuend. Und mit diesen Farben muss man spielen können. Mit diesen Farben sollte man das eine und das andere ausdrücken, was sich in einem Bild gegenüberstehen kann.

Will man ein trauriges Bild malen, so sind dunkle Blautöne und ein schönes Grau oder Schwarz am besten geeignet. Man kann es wie oben beschrieben auch im Kontrast zu helleren Farben stellen, von denen man aber abgeschottet ist. Man ist damit nicht teil der Freude, sondern ist in seiner Blase der Traurigkeit gefangen. Diese dunkleren und ruhigeren Farben symbolisieren die Traurigkeit.

Die Farben sollten also möglichst dunkel sein, keinen Signalcharakter haben, sondern eher das Bild und damit die innere Stimmungswelt dimmen.

Emotionen rüberbringen

Wenn man einen Menschen malen will oder sonstige Wesen mit Gesicht, dann kann man mit Emotionen in der Haltung und den Gesichtern spielen und arbeiten. Eine Träne sagt so viel aus und wird fast immer mit Traurigkeit und Schmerz assoziiert. Warum das nicht in sein Bild einbauen, wenn auch dezent und nur ganz leicht angedeutet. Das kann dann schon reichen, um den Schmerz einer Figur und eines ganzen Bildes unterschwellig rüberzubringen und der Betrachter weiß gar nicht, warum es ihn so mitnimmt und ihn verweilen lässt. Eine gewisse Melancholie, eine leichte Traurigkeit, ist für uns Menschen anziehend, guttuend und in einer gewissen Art reinigend. Es erdet einen und man verliert sich nicht mit dem Kopf in den sprichwörtlichen Wolken.

Die richtigen Themen

Es gibt Themen, die werden universell als traurig angenommen. Und da ist es egal, welchem Menschen auf dem Planeten man diese Szene oder Thema zeigt. Es wird als unangenehm empfunden, als traurig. Dazu zählt der Tod eines geliebten Menschen oder von unschuldigen Menschen. Dazu zählt auch Einsamkeit (nicht zu verwechseln mit Alleinsein, was man manchmal braucht), Liebeskummer, generelle Ungerechtigkeit.

Hier muss man ein Thema wählen und es subtil in ein Bild einfügen. Wenn es zu sehr ins Gesicht des Betrachters gedrückt wird, kann ein unangenehmes Gefühl entstehen und das hat dann nichts mehr mit dem zu tun, was das Bild aussagen möchte. Hier muss man einen feinen Spürsinn entwickeln, was man zeigen muss, was man aber auch nur andeuten kann.

Einsamkeit kann zum Beispiel damit ausgedrückt werden, dass eine Figur etwas abgesondert von anderen Figuren steht, aber dennoch innerhalb der Gruppe. Wenn man es dann noch mit den Farben kombiniert, wie oben beschrieben, kann man ein auf unterschwellige Art trauriges Bild der Einsamkeit erschaffen.

Achtung vor zu viel

Wenn man etwas Trauriges malen will, droht man schnell, zu übertreiben. Man kann von der Traurigkeit gewisser Themen leicht in den Horror oder in die Brutalität abrutschen. Ereignisse des Krieges sind fürchterlich, aber wenn man zu viel preisgibt, dann ist es abstoßend und grausam, weniger traurig. Die stärke der Emotion überlagert eine schwächere Emotion. Darauf ist zu achten. Grausamkeit, Brutalität, Horrorelemente sollten vermieden werden. Es soll traurig sein und zur Traurigkeit gehört eine gewisse Friedfertigkeit und Ruhe. Keine Aufregung und Spannung und eine Erwartungshaltung. Das alles muss in dem Bild ausgeschaltet sein, nur dann kann die Traurigkeit für sich wirken.

Fazit

Ein trauriges Bild zu fertigen ist gar nicht so leicht, wie man meint. Leicht kann man in ein anderes Thema rutschen oder den Betrachter verschrecken, ohne sich darauf einzulassen, doch bei sanften Emotionen wie Traurigkeit muss man sich einlassen können. Also sollte man den Menschen einladen mit den richtigen Farben, den richtigen Themen, den richtigen Dosierungen von dem, was man zeigt, was man unterschlägt, was man nur andeutet. Und so kann ein wirklich trauriges Bild entstehen, wo kein Auge trocken bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.