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Was versteht man unter dem Mieterrechtsschutz?

Mieterrechtsschutz

Die Wohnung schimmelt, Rohre sind gebrochen und Baulärm dröhnt herein. Gründe, um eine Mietminderung zu fordern. Als Mieter ist es gut, seine Rechte zu kennen. Noch besser ist es, einen rechtlichen Beistand zu haben, der sich mit den Feinheiten genauestens auskennt. Bestimmte Dinge wie eine Minderung der Miete oder eine Kündigung bei Eigenbedarf sind ohne Rechtsbestand zudem selten umsetzbar. Daher kann sich ein Mieterrechtsschutz lohnen. In diesem Beitrag betrachten wir den Mieterrechtsschutz genauer und grenzen ihn vom Mieterbund ab. So können Sie sich Ihre eigene Meinung über die Vor- und Nachteile sowie anfallende Kosten bilden.

Die Wohnung schimmelt, Rohre sind gebrochen und Baulärm dröhnt herein. Gründe, um eine Mietminderung zu fordern. Als Mieter ist es gut, seine Rechte zu kennen. Noch besser ist es, einen rechtlichen Beistand zu haben, der sich mit den Feinheiten genauestens auskennt. Bestimmte Dinge wie eine Minderung der Miete oder eine Kündigung bei Eigenbedarf sind ohne Rechtsbestand zudem selten umsetzbar. Daher kann sich ein Mieterrechtsschutz lohnen. In diesem Beitrag betrachten wir den Mieterrechtsschutz genauer und grenzen ihn vom Mieterbund ab. So können Sie sich Ihre eigene Meinung über die Vor- und Nachteile sowie anfallende Kosten bilden.

Definition des Mieterrechtsschutzes

Laut Duden bedeutet das Wort “Rechtsschutz” einen staatlichen Schutz der Rechte von einzelnen oder einen rechtlichen Schutz. In Kombination mit dem Wort “Mieter” bezieht sich dieser Schutz demnach auf den Schutz der Rechte eines Mieters. Ein Mieterrechtsschutz ist entweder eine Versicherung, welche Personen abschließen, die zur Miete wohnen oder die Möglichkeit einer rechtlichen Beratung bei dem Mieterbund, auch als Mieterverein bekannt.

Im Falle von rechtlichen Uneinigkeiten mit dem Vermieter soll sie dabei helfen, die Kosten eines Rechtsstreits im Rahmen zu halten und eine Lösung zu finden. Mögliche Streitpunkte zwischen Mieter und Vermieter können dabei sein:

  • Mängel am Mietobjekt wie Defekte oder Schimmel
  • Mietminderung wegen Mängeln oder Baumaßnahmen
  • Mieterhöhungen
  • Kautionszahlungen
  • Streit mit Nachbarn
  • Streit mit Gemeinde oder Behörden
  • Kündigungen, z.B. Eigenbedarfskündigung

Tipp: Neben dem Mietrechtsschutz gibt es auch den Vermieterrechtsschutz, um Vermieter bei rechtlichen Fragen und anfallenden Ausgaben zu unterstützen.

Leistungen einer Mietrechtsschutzversicherung

Je nach Umfang der Police sind die Leistungen unterschiedlich. Konkret werden als Hauptleistung die Kosten getragen, welche bei einem Gerichtsverfahren anfallen. Darüber hinaus werden in der Regel auch die Kosten für einen Anwalt übernommen. Häufig anfallende Unstimmigkeiten wie Streitigkeiten, Mietminderung oder Kündigungen sind dabei mehrheitlich durch die meisten Policen abgedeckt. Hinzu können je nach Versicherung weitere Kosten übernommen werden, wie beispielsweise:

  • Ausgaben für Zeugen
  • Kosten für einen Gutachter
  • Ausgaben für einen Gerichtsvollzieher

Zudem bieten manche Versicherungen für den Mieterrechtsschutz Beratungen an, die unabhängig von einem spezifischen Rechtsstreit anfallen. Dies hilft Mietern dabei, sich über ihre Rechte klar zu werden. Somit können Wege und Möglichkeiten erkannt werden, um Lösungen ohne eine gerichtliche Verhandlung zu finden.

Tipp: Je nach Versicherung können Kautionszahlungen Teil der Police sein.

Unterschied zwischen Mietrechtsschutz und Mieterbund

Im Deutschen werden die Bezeichnungen Mieterschutzbund und Mieterverein gerne als Synonym benutzt. Dabei sollte man wissen, dass es keinen deutschen Mieterschutzbund gibt. Stattdessen bieten zwei eingetragene Vereine mit der Bezeichnung Mieterschutzbund Beratung für Mieter an.

Wer Mitglied beim Mieterbund werden möchte, richtet sich an einen örtlichen Verein. Bei Problemen, Fragen oder Streitigkeiten steht dieser seinen Mitgliedern präventiv beratend zur Seite. So können bei einer außergerichtlichen Rechtsberatung durch Anwälte und Juristen Lösungen gefunden werden, bevor es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. Für jene übernimmt die Versicherung des Mietrechtsschutz die Kosten. Der Mieterbund hat eine vermittelnde Funktion, der in der Regel zum Ziel hat, eine gemeinsame Lösung zu finden. So konnten knapp 97 Prozent aller Streitfälle, die bisher dokumentiert wurden, ohne Gericht gelöst werden. Weitere Details finden Sie im kostenfreien Ratgeber https://www.mietrecht.com/mieterrechtsschutz/.

Kosten für Prozesse und Versicherung

Die Gerichtskosten für einen Prozess hängen in der Regel von der Summe ab, um die es geht. Bei einem Streitwert von beispielsweise 2.500 Euro kann man mit Prozesskosten von knapp 1.400 Euro rechnen. Hierzu zählen die Kosten für den eigenen Anwalt, den gegnerischen Anwalt sowie die Gerichtskosten.

Tipp: Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte sich vor Streitigkeiten eine Deckungszusage einholen. Somit stellen Sie sicher, dass die Anwaltskosten übernommen werden.

Die Kosten für eine Mietrechtsschutzversicherung variieren mit dem Anbieter und den inkludierten Leistungen. Gesamtpakete kosten häufig um die 200 Euro jährlich. Der Abschluss einer Einzelpolice kann mit 50 bis 100 Euro deutlich günstiger ausfallen. Entscheidend ist hierbei, ob man einen Selbstbehalt beisteuert. Wer lieber einem Mieterverein beitreten möchte, kann mit jährlichen Ausgaben zwischen 40 und 80 Euro rechnen. Wie bei allen Versicherungen gilt auch hier, dass sich ein eingehender Vergleich und der Blick fürs Detail lohnt. Mittels einer Vorberatung lassen sich Fragen ausräumen.

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