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Welche Farbe hat ein Spiegel? – so malen Sie ihn

  • by Anatoli Bauer
Welche Farbe hat ein Spiegel

Jeder der schon einmal einen Spiegel gesehen hat, und man kann davon ausgehen, dass wohl jeder schon einmal einen Blick in den Spiegel geworfen hat, weiß, dass es gar nicht einfach ist zu sagen, welche Farbe ein Spiegel besitzt. Am ehesten kommt man der Farbe wohl mit einem Silberton. Zu vergessen ist dabei aber nicht, dass ein Spiegel auch aus Glas besteht, welches stark glänzt.

Ein Spiegel reflektiert alles, was vor ihm ist, abhängig vom Einfallswinkel des Lichtes, somit wird auch die Farbe gespiegelt.
Wenn also ein roter Ball vor dem Spiegel liegt, wird dieser auch rot mit einem leichten silbernen Schimmer gespiegelt.

Das Allerwichtigste ist es, sich die Zeit zu nehmen den Spiegel in aller Ruhe genau zu betrachten. Man kann dadurch gut erkennen, wie sich die Gegenstände durch die Spiegelung verändern.
Ein guter Maler hat die Fähigkeit, einen Spiegel so realistisch darzustellen, dass der Betrachter den Eindruck bekommt, er sieht einen echten Spiegel. Aber auch ein professioneller Maler ist auf eine gute Beobachtungsgabe angewiesen.

Wenn ein Anfänger einen Spiegel malen möchte, dann sollte er zur Übung viele Skizzen und Probezeichnungen anfertigen. Denn es heißt ja nicht umsonst, dass Übung den Meister macht, also ist der einzige Weg realistisch eine Spiegel darzustellen, viel zu üben und gut zu beobachten.

Sobald man mit dem Ergebnis zufrieden ist, kann man damit beginnen, den Spiegel mit Bleistift auf dem richtigen Malgrund vorzuzeichnen. So können auch alle anderen Bildinhalte harmonisch miteinander kombiniert werden.

Bei der Vorzeichnung können alle Spiegelungen und Lichtreflexionen genau eingezeichnet werden

Mit dem Bleistift werden alle Bereiche hell und dunkel schraffiert, unabhängig davon, ob das Bild mit Bleistift, Aquarell oder Öl- oder Acrylfarbe gehalten wird.

Danach werden die Ränder scharf abgrenzend eingezeichnet.

Auch die gespiegelten Gegenstände werden grob eingezeichnet. Die dunklen Bereiche werden beinahe schwarz gezeichnet.

Die hellen Bereiche werden zuerst freigelassen

Nun wird begonnen, das Bild mit den richtigen Farben oder Stiften zu malen.
Grundsätzlich gilt, dass man mit den Farben immer von hell nach dunkel malt, aber weiß kommt ganz am Ende, da es sich sonst vermischt und ein verfälschtes Weiß wird. Es können so alle Einzelheiten und Details herausgearbeitet werden.

Der Spiegel wird komplett in Grau- und Weisstönen gehalten, damit dem Betrachter der Eindruck eines echten Spiegels entsteht.

An den Rändern und am Übergang bekommt ein Spiegel immer das dunkelste Grau und die Einfassung bildet die scharfe Umrandung.

Zu beachten ist, dass wenn der Spiegel Tageslicht spiegelt, zu den Grautönen auch noch ein leichter Blauton hinzu kommt.

Als kleiner Tipp, man sollte sich einmal intensiver mit den Werken des Impressionismus auseinandersetzen, da das die Meister der Darstellung von Lichteinflüssen waren und niemand anders so gut die farblichen Impressionen einfangen und wiederspiegeln konnte.
Auch die Werke von Dali, dem Surrealisten, zeigen sehr realistisch die Darstellung von Spiegeln. Wer liebe Bleistiftzeichnungen mag , der sollte sich mit grafisch-realistischen Werken der verschiedensten Künstler beschäftigen.

Sie werden schnell feststellen, welche Art der Darstellung Ihnen am liebsten ist und welche Ihnen liegt. Und Sie werden schnell feststellen, dass alle Darstellungen von Spiegeln Ähnlichkeiten aufweisen.
Ein Spiegel birgt immer etwas Geheimnisvolles, dieses Mysthische darzustellen ist eine echte Herausforderung, was aber aus dem Bild etwas Besonderes macht und alle Blicke auf sich zieht.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 23. Dezember 2021 von Anatoli Bauer

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